Willkommen auf unserer Infoseite.

Hier finden Sie (produktneutrale) Hintergrund-Inforamtionen zu folgenden Themen:

--> Passive Bauelemente
--> Aktive Bauelemente
--> Was ist was? - Stichworte rund um die digitale Steuerung
--> Motorola-Format
--> DCC-Format (mit CV-Tabelle)

 

Passive Bauelemente

Zu den passiven Bauelementen gehören:
--> Widerstände
--> Trimmpotis
--> Kondensatoren und Elkos
--> Relais

Widerstände



Widerstände „bremsen“ den Stromfluß. Ihre Einbaurichtung ist nicht von Bedeutung.

Da sie zu klein sind, um einen lesbaren Aufdruck zu tragen, wird ihr Wert durch Farbringe dargestellt. Zwei Arten von Kennzeichnungen sind üblich:

Bei Widerständen mit einer Toleranz von 5% und mehr werden drei Farbringe plus Toleranzring verwendet. Bei niedrigeren Toleranzen besteht die Kennzeichnung aus  vier Ringen plus Toleranzring. Der Toleranzring unterscheidet sich je nach Hersteller in der Breite von den übrigen Ringen oder ist etwas abgesetzt. Bei Widerständen mit 5 % Toleranz ist er golden.

Der letzte Ring vor dem Toleranzring gibt die Zahl der Nullen an, die an die Zahlenwerte der ersten Ringe angefügt werden müssen.

Nachfolgend eine kleine „Übersetzung“:

braun
1
rot
2
orange
3
gelb
4
grün
5
blau
6
violett
7
grau
8
weiß
9
schwarz
0

Beispiele:

Farbmarkierung
rot
rot
braun
gold
Wert
"Übersetzung"
2
2
1 x 0
5 %
220 Ohm

Farbmarkierung
gelb
violett
rot
gold
Wert
"Übersetzung"
4
7
2 x 0
5 %
4700 Ohm oder 4,7 kOhm


Trimmpotis




Die Trimmpotis oder Potentiometer sind Widerstände, bei denen man die Widerstandwerte individuell anpassen kann. In der Regel haben Trimmpotis drei Anschlüsse. Zwischen zwei Anschlüssen entspricht der Widerstand immer dem Maximalwert. Die Widerstände zwischen dem dritten Anschluß und diesen beiden Anschlüssen kann individuell eingestellt ("abgegriffen") werden.

Außerdem gibt es licht-, temperatur- oder stromabhängige Widerstände, die ihren Widerstandswert bei entsprechenden äußeren Einflüssen ändern.


Kondensatoren
und Elkos



Kondensatoren und Elkos sind "Spannungsreservoirs". Zu unterscheiden sind:
ungepolte Typen mit kleinerern Werten (Kondensatoren) und
gepolte Tyen mit größeren Wertren(Elektrolyth-Kondensatoren oder Elkos).

Bei den ungepolten Kondensatoren ist die Einbaurichtung nicht von Bedeutung. Beim Einbau gepolter Elkos muß man jedoch unbedingt auf die Einbaurichtung achten. Werden diese Elkos falsch herum eingebaut, werden sie bei der Inbetriebnahme der Schaltung zerstört und können im Ernstfall auch den Rest der Schaltung in Mitleidenschaft ziehen!

Alle Kondensatoren sind für einen bestimmten Spannungsbereich ausgelegt. Bei den ungepolten ist er meist recht hoch (mindestens 63 Volt), gepolte Elkos sind  schon mit einem Spannungsbereich von 3 Volt erhältlich. Man sollte niemals einen Kondensator mit zu geringer Spannungsfestigkeit einsetzen, da er sonst im Betrieb explodieren kann.

Bei den gepolten Elkos stehen die Kapazitäts- und Spannungswerte unverschlüsselt auf dem Körper. Bei den (kleineren) ungepolten Typen sind die Kapazitäts- und Spannungswerte verschlüsselt in pF (Picofarad) angegeben. Dabei entspricht die letzte Ziffer der aufgedruckten Zahl der Anzahl der Nullen.

Beispiel: "104" heißt übersetzt 100.000 pF bzw. umgerechnet 100 nF.


Relais
Relais sind elektrische Umschalter. Die Einbaurichtung ist durch die PINs vorgegeben.





Aktive Bauelemente

Zu den aktiven Bauelementen gehören:
--> Dioden und Zenerdioden
--> Leuchtdioden (LEDs)
--> Transistoren
--> ICs und Spannungsregler
--> Gleichrichter

Insbesondere ICs (aber nicht nur diese!) sind empflindlich gegenüber statischen Aufladungen. Daher ermpfiehlt es sich, sich vor Beginn der Arbeit mit aktiven Bauelementen statisch zu entladen - z. B. durch den Griff an einen Heizkörper.

Dioden und
Zenerdioden



Dioden lassen den Strom nur in einer Richtung passieren, müssen somit auch in bestimmter Richtung eingebaut werden. Sie tragen zur Kennzeichnung einen Ring, der zum einen Ende hin (in Durchlaßrichtung) versetzt ist. In zeichnerischen Darstellungen wird die Durchlaßrichtung durch einen Pfeil markiert.

Zenerdioden sehen genauso aus wie normale Dioden.  Sie werden zur Spannungs- begrenzung eingesetzt.

Leuchtdioden
(LEDs)





Leuchtdioden lassen - ebenso wie Dioden - den Strom nur in einer Richtung passieren, nur dann leuchten sie. Der Stromfluss muß durch einen Vorwiderstand begrenzt werden, sonst leuchten sie sehr hell - allerdings nur einmal ganz kurz...

LEDs sind gepolt. Die Kathode (-) muß an die negative Spannung der Versorgungsspannung angeschlossen werden. Bei den bedrahteten Versionen hat die Anode (+) das längere “Beinchen”, bei den SMD-Versionen ist die Kathode (-) gekennzeichnet (z.B. Farbmarkierung, abgeschrägte Ecke). Mit Hilfe eines Multimeters, das auf “Diodenprüfung” oder “Widerstandsmessung” eingestellt ist, läßt sich im Zweifelsfall die Polarität klären.

Sie können mehrere LEDs gemeinsam schalten, indem Sie sie entweder in Reihe (seriell) oder nebeneinander (parallel) anschließen.

LEDs in Reihe
(seriell) anschließen



LEDs in Reihe

Serieller Anschluß von LEDs: Achten Sie darauf, daß die Gesamtspannung aller LEDs die Spannung der Spannungsquelle (z.B. Ausgang einer elektronischen Schaltung) nicht übersteigt.

LEDs nebeneinander
(parallel) anschließen




LEDs parallel

Paralleler Anschluß von LEDs: Achten Sie darauf, daß der Gesamtstrom aller LEDs den zulässigen Strom der Spannungsquelle (z.B. Ausgang einer elektronischen Schaltung) nicht übersteigt.

Nie ohne
Vorwiderstand!

LEDs dürfen niemals ohne Vorwiderstand an eine Spannungsquelle angeschlossen werden, sie werden sonst bei der Inbetriebnahme zerstört. Die Größe des Vorwiderstandes ist von der Höhe der Versorgungsspannung, der Anzahl der in Reihe geschalteten LEDs und der Farbe der LEDs abhängig. Nachfolgend ein paar Formeln:
   

nLED, max            =

( UB  /  UF )  - 1  [V]

erf. RV [Ohm]     >

( UB - UF x nLED ) /  ( IF x 0,001 )      

Wählen Sie den Widerstand nicht zu groß.
Die LEDs leuchten sonst nur schwach oder gar nicht.

Zur Kontrolle:

( UB - UF x nLED ) /  gewählt R = 0,01 ... 0,02 [A]

 
Abkürzungen

nLED Anzahl der in Reihe geschalteten LEDs
RV Vorwiderstand [Ohm]
UB Versorgungsspannung [V]
UF Durchlaßspannung der LED []
IF Strom bei max. Leuchtkraft [A]



Transistoren



Transistoren sind die eigentlichen Leistungsschalter. Sie haben drei Anschlüsse und eine Abflachung am Gehäuse. Sie müssen in einer bestimmten Richtung eingebaut werden.


ICs und
Spannungsregler




ICs übernehmen die Aufgaben von komplexen, aus zahlreichen Dioden, Widerständen und Transistoren bestehenden Schaltungen. ICs stehen für diverse Anforderungen zur Verfügung. Micro-Controller sind eine Sonderform, in die - mit entsprechenden Geräten - eine individuelle Software "eingebrannt" wird.

Die Einbaurichtung wird durch eine Markierung angegeben. Da ICs beim Einlöten leicht beschädigt werden können, kann man IC-Sockel in die Platine einlöten, in die das IC nur eingesteckt wird. Die IC-Sockel sind ebenfalls markiert. Die Markierungen auf dem Sockel und auf dem IC müssen übereinander liegen.

Spannungsregler sind ICs, die eine variable, ungeregelte Eingangsspannung in eine konstante Ausgangsspannung umwandeln. Sie sehen auf den ersten Blick wie Transistoren aus, weil sie in einem entsprechenden Gehäuse stecken.

Gleichrichter



Gleichrichter wandeln Wechselstrom in Gleichstrom um. Sie sind gepolt und müssen daher in einer bestimmten Richtung eingebaut werden.








Was ist was? - Stichworte rund um die digitale Steuerung
Anfahr- und Brems-
verzögerung

Die Anfahr-und Bremsverzögerung legt fest, wieviel Zeit bis zum Erreichen der nächst höheren bzw. niedrigeren Fahrstufe vergeht. Die meisten Lokdecoder bieten die Möglichkeit, die Anfahr-und Bremsverzögerung den jeweiligen Anforderungen anzupassen. Bei vielen Lokdecodern können unterschiedlich lange Zeiten für die Anfahr-und die Bremsverzögerung festgelegt werden.

Booster

Booster verstärken die von der Zentrale gesendeten digitalen Signale,  und versorgen einen eigenen Streckenabschnitt mit Strom. Sie werden benötigt, wenn der von der Zentrale gelieferte Strom nicht für die Versorgung aller angesteuerten digitalen Vebraucher ausreicht. In Streckenabschnitten, die an ungeregelte Booster angeschlossen sind, können auf Grund von Spannungsschwankungen die Fahrgeschwindigkeiten der Loks und die Helligkeit der Beleuchtungen varieren. Geregelte Booster halten die Spannung im angeschlossenen Streckenabschnitt konstant und verhindern dadurch derartige Schwankungen.

Funktionsdecoder

Funktionsdecoder können im Gegensatz zu Lokdecodern keine Motoren ansteuern, sondern ausschließlich zusätzliche Verbraucher, wie z.B. Geräuschmodule, Rauchgeneratoren oder Beleuchtungen. Daher können sie meist eine größere Anzahl von Verbrauchern oder Verbraucher mit höherem Stromverbrauch schalten als Lokdecoder. Sie werden z.B. in Steuerwagen oder Waggons zum Schalten der Beleuchtung eingesetzt. Sie können auch  zur Ergänzung von Lokdecodern dienen, wenn die Funktionsausgänge am Lokdecoder bereits belegt sind oder nicht mehr genügend Strom liefern können. 

Geschwindigkeits-
kennlinie

Die Geschwindigkeitskennlinie eines Lokdecoders ordnet den einzelnen Fahrstufen eine bestimmte Motorspannung zu. Im Normalfall wird sie so eingestellt, daß die Lok bei kleinster Fahrstufe gerade anfährt und bei höchster Fahrstufe die dem Loktyp entsprechende Höchstgeschwindigkeit erreicht. Je nach Ausstattung des Decoders können die Motorspannungen bei kleinster und größter Fahrstufe sowie bei einer oder mehreren weiteren Fahrstufen festgelegt werden. Für die Bereiche zwischen den definierten Fahrstufen werden die Motorspannungen meist geradlinig interpoliert.

Lastregelung
Loks werden bei gleichbleibender Motorspannung langsamer, wenn sie bergauf oder in eine Kurve fahren oder wenn zusätzliche Waggons angehängt werden. Lastgeregelte Lokdecoder beeinflussen die Motorspannung so, daß die Geschwindigkeit der Lok im Fahrbetrieb bei einer gewählten Fahrstufe immer konstant bleibt. Der Haupteinsatzbereich für lastgeregelte Lokdecoder sind Schnell- und Güterzugloks. Bei Rangierloks ist eine Lastregelung nicht erforderlich, bei Schienenbussen führt sie zu einem nicht vorbildgerechten Fahrverhalten.

Lokdecoder
Lokdecoder empfangen die digitalen Signale von der Zentrale, steuern den Motor an und beeinflussen damit die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung der Lok. Außerdem schalten sie die Beleuchtung der Lok sowie ggf. weitere Funktionen. Je nach Ausstattung können die  Decoder über die Definition der Geschwindigkeitskennline, der PWM-Periode und der Anfahr- und Bremsverzögerung an die individuellen Fahreigenschaften der Lok und an die Vorstellungen des Nutzers angepaßt werden. 

Motorart

Modellbahnloks können mit verschiedenen Arten von Motoren ausgestattet sein. Drei Motorarten sind typisch: Allstrommotoren (auch als Wechselstrommotoren bezeichnet), Gleichstrommotoren sowie Glockenankermotoren (auch als  Fauhalbermotoren bezeichnet), die eine besondere Art von Gleichstrommotoren darstellen. Die Lokdecoder müssen an die spezifischen Eigenschaften dieser verschiedenen Motorarten angepaßt sein. Ein Lokdecoder für Allstrommotoren ist daher nicht für die Ansteuerung von Gleichstrommotoren geeignet - und umgekehrt. 

PWM-Periode

Die Impulse, mit denen ein Lokdecoder den Motor ansteuert, werden in einer bestimmten Frequenz wiederholt. Diese Frequenz wird durch die PWM-Periode festgelegt. Durch Verändern der PWM-Periode kann der Lokdecoder an die individuellen Fahreigenschaften der Lok angepaßt werden. In der Regel werden nur Lokdecoder für Gleichstrommotoren mit der Möglichkeit zur Anpassung der PWM-Periode angeboten.

Rangiergang

Manche Decoder ermöglichen (in der Regel über eine Funktionstaste) das Umschalten in den Rangiergang. Der Rangiergang ist  eine zweite Geschwindkeitskennlinie, bei der die Geschwindigkeit aller Fahrstufen gegenüber der Standard-Geschwindigkeitskennlinie  um einen bestimmten Prozentsatz verringert wird. 

Schaltdecoder

Schaltdecoder dienen zum Ein- und Ausschalten von beliebigen Verbrauchern (z.B. Lichtsignalen, Streckenabschnitten,  Hausbeleuchtungen etc.).  In der Regel können Schaltdecoder jeweils vier verschiedene Verbraucher unabhängig voneinander ansteuern.

Weichendecoder

Weichendecoder dienen zum Umschalten von Weichen und anderen Magnetartikeln (z.B. Flügelsignalen). Im Gegensatz zu Schaltdecodern senden sie nur einen kurzen Umschaltimpuls. Es gibt Weichendecoder, die nur eine Weiche steuern, aber auch Weichendecoder, die vier verschiedene Weichen unabhängig voneinander steuern können. Für die Steuerung von motorischen Weichenantrieben werden spezielle Weichendecoder benötigt.







Motorola-Format

Motorola-I

Das Motorola-Format wurde von der Firma Märklin** eingeführt. Kernstück der digitalen Komponenten waren ursprünlich Chips der Firma Motorola.
Die Datenübertragung erfolgt in einzelnen "Paketen", zwischen denen jeweils kurze Pausen liegen. Diese Art der Datenübertragung erzeugt am Gleis eine Gleichspannung. Das ist der Grund dafür, daß nicht mit Decodern ausgerüstete Loks losfahren, sobald sie auf einer im Motorola-Format betriebenen digitalen Anlage eingesetzt werden.
Im zunächst entwickelten Motorola-I-Format ist aufgrund der speziellen Eigenschaften des eingesetzten Chips die Codierung von nur 80 Adressen möglich. Die Datenpakete enthalten neben der Adressinformation noch 14 Fahrstufeninformationen und eine Funktionsinformation. Die Informationen der vier Sonderfunktionen werden in einem eigenen Datenpaket auf einer anderen Frequenz übertragen.
Im (alten) Motorola-I-Format werden die digitalen Steuersignale anders verschlüsselt und übermittelt als im (neuen) Motorola-II-Format. Das betrifft vor allem die Sonderfunktionen F1 bis F4. Im Motorola-I-Format werden im Gegensatz zum Motorola-II-Format keine absoluten Richtungsinformationen gesendet. Die Umschaltung der Fahrtrichtung erfolgt vielmehr durch ein einmaliges Steuersignal, das die Richtungsänderung relativ zur augenblicklichen Richtung verändert.
Diese Besonderheit des Motorola-I-Formats hat folgende Auswirkungen: 
1. Wenn der Befehl zur Richtungsänderung von der Lok nicht erkannt wird, fährt sie in die ursprüngliche Richtung weiter.
2. Wenn der Decoder längere Zeit stromlos war und die aktuelle Richtungsinformation nicht abgespeichert wurde, fährt die Lok nach dem Einschalten in ihre bevorzugte Fahrtrichtung.

Motorola-II

Gestiegene Anforderungen führten zur Verbesserung und Erweiterung des Motorola-Formates. Im Motorola-II-Format können 255 Adressen codiert werden und die Datenpakete enthalten zusätzlich Informationen über die absolute Fahrtrichtung. Die Informationen der vier  Sonderfunktionen wurden in diese Datenpakete integriert.

Online-
Programmierung

Einige unsere Motorola-Decoder können über die von uns entwickelte “Online-Programmierung” eingestellt werden. Je nach Ausführung des Decoders können Sie z.B.:
- die neue Adresse direkt (ohne Eingabe der alten Adresse) eingeben.
- während der Programmierung der Fahreigenschaften (Geschwindigkeitskennlinie, Anfahr- und Bremskennlinie) direkt (online) die Einstellungen prüfen, da die Lok auf dem Programmiergleis mit den eingestellten Werten fährt. Sobald die gewünschten Werte erreicht sind, können Sie direkt (online) abspeichern.
- die Funktionsausgänge bestimmten Sonderfunktionen der Zentrale zuordnen.

Flackernde Lampen vermeiden

Das Flackern der Lampen ist ein Motorola-typisches Problem, das auftritt, wenn die Lampen einseitig mit Lokmasse verbunden sind. Dieses Problem läßt sich einfach beheben:
Trennen Sie den Anschluß der Lampe von Lokmasse und verbinden Sie ihn mit dem Rückleiter für alle Funktionen auf dem Decoder.






DCC-Format

NMRA-Standard

Das DCC-Format wurde von der Firma Lenz** entwickelt und von der nordamerikanischen NMRA (National Model Railroad Association) zum Standard erklärt.

Konfigurations-
variablen
(CV-Werte)

Sämtliche Eigenschaften von (Lok-, Funktions-, Weichen-) Decodern werden über Konfigurations-Variablen (CV-Werte) definiert. Die Bedeutung der CV-Werte ist in den Empfehlungen der NMRA im Detail festgelegt. Die wichtigsten CV-Werte und ihre Bedeutung finden Sie in der nachstehenden Tabelle. 



CV-Nr.
CV-Name
Eingabewert
(Vorgabewert)
Erläuterungen
1
Basis-Adress
0 ... 127
(3)
Die Basisadresse enthält einen Wert zwischen 1 und 127. Ist CV#1 gleich 0, verläßt der Decoder den Digitalbetrieb und wechselt in den Alternativ-Betrieb (Analogbetrieb).
2
Start-Spannung
0 ... 255
(7)
Definiert die Fahrspannung, die bei niedrigster Fahrstufe am Motor anliegt.
3
Beschleunigungs-
rate
0 ... 255
(0)
Definiert die Länge der Wartezeit, die beim Beschleunigen jeweils vor dem Hochschalten zur nächst höheren Fahrstufe vergeht.
4
Bremsrate
0 ... 255
(0)
Definiert die Länge der Wartezeit, die beim Bremsen jeweils vor dem Herunterschalten zur nächst niedrigen Fahrstufe vergeht.
5
Maximale
Spannung
1 ... 255
(1)
Definiert die Fahrspannung, die bei höchster Fahrstufe am Motor anliegt.
6
Mittlere
Spannung
1 ... 255
(1)
Definiert die Fahrspannung, die bei mittlerer Fahrstufe am Motor anliegt.
9
PWM-Periode
0 ... 255
(0)
Die am Motor anliegende Spannung wird durch Ein- und Ausschalten der Maximal-Spannung erzeugt. Die Intervalle zwischen dem periodischen Einschalten der Max. Spannung wird als PWM-Periode bezeichnet. Durch Verändern der PWM-Periode können die indi-viduellen Laufeigenschaften des Motors beeinflußt werden.
17+18
Erweiterte
Adresse
1 .. 10.239
(-)
Enthält die Adresse zwischen 1 und 10.239, wenn der Decoder auf „Erweiterter Adressbereich“ eingestellt ist.
19
Consist-
Adresse
0 ... 127
(-)
Definiert die alternative (zweite Adresse) des Decoders.
29
Konfigurations-
dten 1
0 ... 255
(-)
Definiert zentrale Eigenschaften des Decoders: Fahrtrichtung, Anzahl der Fahrstufen, Umschaltung auf Analog- Betrieb, erweiterte Rückmeldung im Programmiermodus, Auswahl der Geschwindigkeitskennlinie, Basis- Adressen oder erweiterte Adressen.
33-42
Zuordnung der
Ausgänge
F0 bis F8

Definiert, welche Funktionen welche Ausgänge schalten.
49-64
Herstellereigene
Parameter

Reserviert für Nutzung durch Hersteller, z.B. CV#56 definiert Eigenschaften der Lichtfunktion (bei Tams-Decodern).
65
Kickstart
0 ... 255
(-)
Legt die Zeit fest, wie lange der Motor einmalig eingeschaltet wird, wenn von Fahrstufe 0 auf Fahrstufe 1 geschaltet wird.

Adress-/
Page-/
Register- und
CV-Programmierung

Vorläufer der CV-Programmierung sind die Adress-Programmierung, die Page-Programmierung und die Register-Programmierung. Die  Möglichkeiten zur Definition der Eigenschaften von Decodern sind bei diesen Programmierarten stark eingeschränkt. Ältere digitale Zentralen unterstützen oft nur eine dieser Programmier-Arten und ermöglichen daher nicht die Definition aller progammierbaren Eigenschaften eines modernen Decoders.

Analoge Loks in
DCC-Anlagen

Die Daten werden im DCC-Format fortlaufend übertragen, es entsteht daher keine Gleichspannung am Gleis. Anders als in digitalen Anlagen, die im Motorola-Format gesteuert werden, fahren daher analoge Loks nicht einfach los. In DCC-Anlagen ist es jedoch möglich, außer den digitalisierten Loks jeweils eine analoge Lok von der Zentrale aus anzusteuern. Die dafür nötigen Fahrsignale werden den digitalen Signalen überlagert und beeinflussen die digitalisierten Loks nicht.

bis zu 10.239 Adressen
bis zu 128 Fahrstufen
bis zu 9 Funktionen

Im DCC-Format können bis zu 10.239 Adressen, bis zu 9 Funktionen und bis zu 128 Fahrstufen sowie die absolute Fahrtrichtung codiert werden. Wieviele Adressen, Funktionen und Fahrstufen konkret genutzt werden können, ist von den Komponenten (Zentrale, Decoder) abhängig.

Typische
Fehlfunktionen

Die Einstellung der Anzahl der Adressen und der Anzahl der Fahrstufen müssen an der Zentrale und am angesteuerten Decoder übereinstimmen (CV-Variable 29). Stimmen die Einstellungen nicht überein,  treten Fehler bei der Interpretation der digitalen Signale durch den Decoder auf. Typische Fehlfunktionen, die hierauf beruhen, sind:
- Die Frontbeleuchtung der Lok kann nicht eingeschaltet werden.
- Die Frontbeleuchtung flackert bei Geschwindigkeitswechseln.
- Die Lok reagiert nicht auf die von der Zentrale gesendeten Signale.