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Lokdecoder MM/DCC LD-G-31
Funktion
Ansteuerung im Digitalbetrieb
Der Lokdecoder LD-G-31 ist ein Multiprotokoll-Decoder, der sowohl
Signale im DCC-Format als auch im Motorola-Format auswertet. Er erkennt
automatisch, in welchem Format die Zentrale die Signale an seine
Adresse sendet.
Der Adressumfang ist von dem Format abhängig, mit dem der Decoder angesteuert wird.
Motorola-Format: 255 Adressen.
DCC-Format: 127 Basis-Adressen oder 10.239 erweiterte Adressen.
Im DCC-Format kann der Decoder in allen Fahrstufenmodi (14, 28 oder 128 Fahrstufen) angesteuert werden.
Im Motorola-Format kann der Decoder mit 14 oder 27 Fahrstufen betrieben
werden. Die Ansteuerung aller 27 Fahrstufen ist nur mit Zentralen
möglich, die diesen Modus im Motorola-Format unterstützen (z.B.
MasterControl). Bei Zentralen, die nur die Ansteuerung von 14
Fahrstufen unterstützen, kann nur jede zweite verfügbare Fahrstufe
angesteuert werden.
Die Programmierung des Decoders erfolgt für das DCC-Format über die
Einstellung der Konfigurationsvariablen (DCC-konform), für das
Motorola-Format über Register.
Ansteuerung im Analogbetrieb
Der Lokdecoder LD-G-31 kann auch in analogen Modellbahnanlagen
eingesetzt werden. Er kann sowohl mit einem Wechselstrom- als auch mit
einem Gleichstrom-Fahrregler betrieben werden. Sobald das Fahrzeug auf
das Gleis gestellt wird, erkennt der Decoder automatisch, ob er analog
oder digital angesteuert wird, und stellt den entsprechenden
Betriebsmodus ein. Die automatische Analogerkennung kann abgeschaltet
werden.
Die Lastregelung des LD-G-31 ist auch im Analogbetrieb aktiv. Die
eingestellte Höchstgeschwindigkeit begrenzt auch im Analogbetrieb die
maximale Geschwindigkeit der Lok.
Das Ein- und Ausschalten der Funktionsausgänge ist im Analogbetrieb
nicht möglich. Sie können so programmiert werden, dass sie im
Analogbetrieb entweder an- oder ausgeschaltet sind. Die Effekte, die
für die Ausgänge eingestellt sind, sind auch im Analogbetrieb aktiv.
Ausgänge, die mit F0 geschaltet werden, werden im Analogbetrieb
entsprechend der Fahrtrichtung ein- oder ausgeschaltet.
Motoransteuerung
Der Lokdecoder LD-G-31 steuert den (Gleichstrom-) Motor mit einer PWM
von wahlweise 17 oder 32 kHz an. Dadurch wird ein leiser und
gleichmäßiger Lauf des Motors gewährleistet. Der Decoder ist damit auch
zur Ansteuerung von Glockenanker- (Faulhaber-) Motoren geeignet.
Lastregelung
Der Lokdecoder LD-G-31 für Lokomotiven mit Gleichstrommotor hat eine
Lastregelung. Die Lastregelung beeinflusst die Motorspannung so, dass
die Geschwindigkeit der Lok im Fahrbetrieb bei einer gewählten
Fahrstufe konstant bleibt, unabhängig von der Größe zusätzlicher
Belastungen (z.B. Fahrten an Steigungen, angekoppelte Waggons).
Durch Verändern einer CV-Variablen des Decoders kann die Lastregelung
ein- oder ausgeschaltet werden. Die Lastregelparameter können ebenfalls
durch das Ändern von CV-Variablen verändert werden, um den Decoder an
individuelle Eigenschaften des Motors anzupassen.
Lastregelparameter: Die Lastregelung wird durch drei Parameter
bestimmt, die aufeinander abgestimmt sein müssen, um optimale
Fahreigenschaften zu erzielen. Jedem Lastregelparameter ist eine
CV-Variable zugeordnet. Die Parameter sind:
KP: Der proportionale Bestandteil der Regelung sorgt dafür, dass der
Unterschied zwischen dem Soll- und dem Istwert möglichst klein wird. Er
kann niemals den Wert "0" annehmen. Dieser Bestandteil wirkt sich auf
die Grundgeschwindigkeit aus. Ist der eingestellt Wert zu klein, fährt
die Lok zu langsam. Ist der Wert zu groß, ruckelt die Lok während der
Fahrt.
KI: Der integrale Anteil der Regelung sorgt dafür, dass der
verbleibende Unterschied zwischen dem Soll- und dem Istwert auf 0
reduziert wird und damit dafür, dass auch sehr kleine Abweichungen
ausgeregelt werden. Ist der eingestellte Wert zu groß, führt das zu
starkem Ruckeln der Lok während der Fahrt.
KD: Der differentiale Anteil der Regelung sorgt dafür, dass die
Regelung nicht zu schnell umgesetzt wird. Ist der eingestellte Wert zu
niedrig, ruckelt die Lok während der Fahrt. Ist der eingestellte Wert
zu groß, schaukelt die Lok während der Fahrt.
Geschwindigkeitskennlinie
Durch Einstellung der Anfahr- und der Höchstgeschwindigkeit kann der
Decoder an die Fahreigenschaften des Motors und die charakteristischen
Fahrgeschwindigkeiten des Loktyps angepasst werden. Aus der Anfahr- und
der Höchstgeschwindigkeit erzeugt der Decoder eine lineare
Geschwindigkeitskennlinie.
Wenn der Fahrstufenmodus auf 28 Fahrstufen eingestellt ist, kann
alternativ zur linearen Geschwindigkeitskennlinie jeder der 28
Fahrstufen eine beliebige Motorspannung zugeordnet werden. Dieses
ermöglicht die Erstellung einer an die individuellen Fahreigenschaften
des Motors angepassten Geschwindigkeitskennlinie. Die eingestellten
Werten werden in der alternativen Geschwindigkeitstabelle
abgespeichert.
Rangiergang
Bei entsprechender Programmierung kann über eine Funktionstaste in den
Rangiergang umgeschaltet werden. Im Rangiergang wird die
Geschwindigkeit aller Fahrstufen um ca. 50 % gegenüber der
eingestellten Geschwindigkeit reduziert.
Anfahr- und Bremsverzögerung
Die Anfahr- und die Bremsverzögerung sind getrennt voneinander programmierbar.
Nothalt
Bei einem Richtungswechsel wird automatisch ein Nothalt ausgeführt.
Funktionsausgänge
Der Decoder hat vier Funktionsausgänge mit einem maximalen Strom von je
300 mA, an die nach Bedarf Verbraucher angeschlossen werden können
(z.B. Beleuchtung, Rauchgenerator, Soundmodul, elektrische Kupplung).
Der maximale Gesamtstrom des Decoders (einschließlich Motorstrom)
beträgt 1.200 mA.
Die Funktionsausgänge werden im DCC-Format über die Funktionstasten F0
bis F12 geschaltet. Im Motorola-Format werden die Funktionsausgänge
über die Funktionstasten F0 bis F4 geschaltet. Die Funktionen F5 bis F9
können über die Funktionstasten F1 bis F4 und F0, die einer zweiten
Decoderadresse zugeordnet werden, geschaltet werden. Die Funktionen F10
bis F12 stehen im Motorola-Format nicht zur Verfügung.
Die Zuordnung der Funktionstasten zu den Funktionsausgängen des
Decoders ist frei wählbar. Es ist möglich, einem Funktionsausgang
mehrere Funktionstasten zuzuordnen.
Effekte der Funktionsausgänge
Für alle Funktionsausgänge können einzeln die folgenden Effekte eingestellt werden:
Dimmfunktion: Die Spannung, die am Ausgang anliegt, kann durch
entsprechende Programmierung reduziert werden. Anwendungs-beispiel: Die
für den Analogbetrieb vor-gesehenen Birnchen älterer Fahrzeuge können
gedimmt werden und müssen dann nach dem Einbau des Decoders nicht
ausgetauscht werden. Es besteht ausserdem die Möglichkeit, die Spannung
in Abhängigkeit von der Fahrtstufe zu dimmen. Damit lässt sich z. B.
eine schwache Rauchentwicklung beim Halt oder eine ausgeschaltete oder
gedimmte Führerstandsbeleuchtung während der Fahrt realisieren.
Kickfunktion: Die Funktionsausgänge können so eingestellt werden, dass
sie zunächst für maximal ca. 20 Sekunden die volle Spannung erhalten
und dann gedimmt werden. Anwendungs-beispiel: Bei einigen Typen
elektrischer Kupplungen wird die volle Spannung zum Entkuppeln
benötigt. Um die Kupplungen zu schonen, muss anschließend die Spannung
reduziert werden. Die Ausgänge können ausserdem so programmiert werden,
dass nach dem Auslösen der Kickfunktion die Lok automatisch ein
Stückchen vom entkuppelten Waggon wegfährt.
Blinkfunktion: Die Frequenz und das Tastverhältnis der Blinklichter
können eingestellt werden. Anwendungsbeispiel: Einzel- und
Wechsel-blinklichter oder Strobe (Aufblitzen).
Fahrtrichtungsabhängiges Schalten: Jeder Ausgang kann so programmiert
werden, dass er in Abhängigkeit von der Fahrtrichtung geschaltet wird.
Sonderfunktion für Fahrstufe 0: Eine Funktion kann so programmiert
werden, dass sie bei Fahrstufe 0 andere Funktionen abschaltet und
bestimmte Funktionsausgänge einschaltet. Anwendungsbeispiel: In manchen
BWs ist es üblich, dass bei kurzfristig abgestellten Loks vorn und
hinten das Schlusslicht eingeschaltet wird.
Anschlüsse für Signalhupe
An den LD-G-31 kann ein Lautsprecher angeschlossen werden (nicht im
Lieferumfang enthalten). Über zwei Funktionstasten werden zwei
Signalhörner mit zwei unterschiedlichen Frequenzen ausgelöst. Die
Zuordnung der Funktionstasten ist beliebig.
Rückmeldung mit RailCom
RailCom ist ein Protokoll zur bi-direktionalen Kommunikation in
digitalen Modellbahnanlagen, die im DCC-Format gesteuert werden. Es
ermöglicht z. B. die Rückmeldung der Adresse und der CV-Einstellungen
von den Decodern zur Digitalzentrale oder zu speziellen
Empfängerbausteinen (Detektoren). Die Decoder müssen dafür ausgelegt
sein, die sogenannten RailCom-Messages zu senden.
Der LD-G-31 sendet (fortlaufend) die (Basis-, erweiterte oder Consist-)
Adresse an die Detektoren (sogenananntes RailCom Broadcast Datagramm)
und übermittelt auf einen entsprechenden RailCom-Auslesebefehl hin eine
CV-Meldung.
Das Versenden von RailCom-Messages ist nur in Anlagen möglich, in denen
ein DCC-Signal an den Schienen anliegt. Daher ist die Nutzung der
RailCom-Funktion in einer reinen Motorola-Umgebung nicht möglich,
sondern nur dann, wenn mindestens ein beliebiger anderer Decoder auf
der Anlage im DCC-Format angesteuert wird.
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Artikel-Nr.
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Preis
/ Pack
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Lokdecoder
LD-G-31
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41-01310-01
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20,95
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bestellen |
Lokdecoder
LD-G-31, 5-er Pack
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41-01310-05 |
95,00
|
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| Lokdecoder
LD-G-31+K |
41-01311-01 |
22,95
|
bestellen |
Lokdecoder LD-G-31+K, 5-er Pack
|
41-01311-05 |
105,00 |
bestellen |
Lokdecoder LD-G-31
mit NEM 652-Stecker |
41-01312-01
|
22,95
|
bestellen |
Lokdecoder LD-G-31
mit NEM 652-Stecker, 5-er Pack
|
41-01312-05
|
105,00
|
bestellen |
Lokdecoder
LD-G-31
mit Plux12-Stecker |
41-01313-01
|
21,95
|
bestellen |
Lokdecoder
LD-G-31
mit Pux12-Stecker, 5-er Pack
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41-01313-05
|
99,00
|
bestellen |
+K
= mit angelöteten
Anschlußkabeln
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Format: DCC + MM
Anzahl der Adressen:
MM: 255
DCC:
127 Basis-Adressen, erweiterte Adressen (bis 10.239, CV 17 u. CV
18) u. Consist-Adresse (CV19)
Anzahl der Fahrstufen:
MM: 14 oder 27
DCC: 14, 28 oder 128
Schaltfunktionen:
4 verschiedene,
programmierbar + Signalhorn
Geschwindigkeitskennlinie:
Einstellung über Startspannung (CV 2) und Maximalspannung (CV 5)
Zweite Geschwindig-
keitskennlinie: ja.
Rangiergang: Ja.
Anfahr- / Bremskennlinie:
Programmierbar über
Beschleunigungs- (CV 3) und Bremsrate (CV 4)
Lastregelung: Ja.
RailCom-fähig
Max. Gesamtstrom:
1.200 mA
Platinenabmessungen:
ca. 20 x 9,5 x 3,5 mm
* RailCom ist eingetragenes Warenzeichen der Lenz Elektronik GmbH, 35398 Gießen
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