Bild LD-G-4

 

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Lokdecoder MM LD-G-14

Funktion
Der Decoder ist für den Betrieb im Motorola-II-Format vorgesehen und kann auf eine von 255 Adressen eingestellt werden. Er wertet die Signale aus, die von der Digitalzentrale an seine Adresse gesendet werden. Er steuert den Motor der Lok und beeinflusst die Fahr-eigenschaften. Ausserdem schaltet er vier Funktionsausgänge, an die z.B. die Beleuchtung der Lok angeschlossen werden kann.
Im Motorola-I-Format ist der Fahrbetrieb möglich, die Programmierung der Parameter und die Ansteuerung der Funktionen ist jedoch eingeschränkt.

Automatische Erkennung des Analog-Modus
Der Decoder kann auch in analogen Modellbahnanlagen eingesetzt werden, die mit einem Wechselstrom-Fahrregler betrieben werden. Sobald die Lok auf das Gleis gestellt wird, erkennt der Decoder automatisch, ob er analog oder digital angesteuert wird, und stellt den entsprechenden Betriebsmodus ein. Durch entsprechende Programmierung des Decoders kann die automatische Analogerkennung abgeschaltet werden.
Für den Einsatz in analogen Anlagen, die mit einem Gleichstrom-Fahrregler betrieben werden, ist der Decoder nicht geeignet. Der Decoder interpretiert die Signale, die er in solchen Anlagen empfängt, als "Bremsstrecke", die Lok fährt daher nicht.
Im Analogbetrieb reagiert der Decoder auf das analoge Signal zum Umschalten der Fahrtrichtung. Die Beleuchtung ist immer eingeschaltet und wechselt entsprechend der Fahrtrichtung. Das Ein- und Ausschalten der Beleuchtung und der Zusatzfunktionen ist im Analogbetrieb nicht möglich.

Motoransteuerung
Der Lokdecoder steuert den Motor mit einer PWM von 16 kHz an. Dadurch wird ein leiser und gleichmäßiger Lauf des Motors gewährleistet. Der Decoder ist damit auch zur Ansteuerung von Glockenanker- (Faulhaber-) Motoren geeignet.

Lastregelung
Der Lokdecoder hat eine Lastregelung. Die Lastregelung beeinflusst die Motorspannung so, dass die Geschwindigkeit der Lok im Fahrbetrieb bei einer gewählten Fahrstufe konstant bleibt, unabhängig von der Größe zusätzlicher Belastungen (z.B. Fahrten an Steigungen, angekoppelte Waggons).
Der Decoder wählt automatisch die optimalen Werte der Lastregelparameter für den angeschlossenen Motor aus. Durch entsprechende Programmierung des Decoders kann der Wertebereich, aus dem der Decoder den optimalen Wert ermittelt, verändert werden.

Fahrstufe
Der Decoder kann 27 Fahrstufen ansteuern. Die Ansteuerung aller 27 Fahrstufen ist nur mit Zentralen möglich, die diesen Modus im Motorola Format unterstützen (z.B. MasterControl). Bei Zentralen, die nur die Ansteuerung von 14 Fahrstufen unterstützen, kann nur jede zweite verfügbare Fahrstufe angesteuert werden.

Rangiergang
Mit der Sonderfunktion F4 kann in den Rangiergang umgeschaltet werden. Im Rangiergang wird die Geschwindigkeit aller Fahrstufen um ca. 25 % gegenüber der Standard-Geschwindigkeit reduziert.

Anfahr- und Bremsverzögerung
Die Anfahr- und die Bremsverzögerung können individuell eingestellt werden. Durch Betätigen der Funktionstaste F3 wird die Anfahr- und Bremsverzögerung ein- bzw. ausgeschaltet. Auch wenn die Anfahr- und Bremsverzögerung aktiv ist, kann von der Zentrale aus durch Umschalten der Fahrtrichtung ein Notstopp ausgelöst werden.

Funktionsausgänge
Der Decoder hat vier schaltbare Funktionsausgänge, an die beliebige Verbraucher (z.B. Beleuchtung, Rauchgenerator, Soundmodul, elektrische Kupplung) angeschlossen werden können. Die Funktionsausgänge werden über die Funktionstasten „function“ und / oder die Sonderfunktionen F1 bis F4 geschaltet.
Die eingestellten Zustände der Funktionsausgänge werden gespeichert. Auch wenn der Decoder für längere Zeit stromlos war, werden sie beim erneuten Einschalten wieder eingestellt.
Zuordnung: Die Zuordnung der Funktionstasten zu den Funktionsausgängen des Decoders ist frei wählbar. Es ist möglich, einem Funktionsausgang mehrere Funktionstasten zuzuordnen.
Jeder Funktionsausgang kann so programmiert werden, dass er entweder geschaltet wird:
- mit allen Funktionstasten richtungsunabhängig oder
- mit allen Funktionstasten richtungsabhängig oder
- mit F0 („function“) richtungsabhängig und mit F1 bis F4 richtungsunabhängig.
Anwendungsbeispiel: Die Beleuchtung einer Rangierlok wird sowohl der Funktion „function“ als auch der Funktion F4 zugeordnet. Im Rangierbetrieb wird die Beleuchtung über F4 fahrtrichtungsunabhängig geschaltet, im Streckenbetrieb fahrtrichtungsabhängig über „function“.
Dimmen: Alle Funktionsausgänge können einzeln gedimmt werden. Anwendungsbeispiel: Die für den Analogbetrieb vorgesehenen Birnchen älterer Loks können gedimmt werden und müssen daher nach dem Einbau des Decoders nicht ausgetauscht werden.
Anwendungsbeispiel: Die vordere Beleuchtung wird an zwei Funktions-ausgänge angeschlossen. Über eine Funktionstaste wird die Standard-beleuchtung geschaltet, über eine andere Funktionstaste das Fernlicht.
Blinken: Für alle Funktionsausgänge kann ein Blinklicht eingestellt werden. Es stehen zwei Blinkphasen zur Auswahl, die um 180 Grad gegeneinander verschoben sind. Anwendungsbeispiel: Einzel- oder Wechselblinklichter.

CV-Programmierung
Die Einstellung der Adresse, der Fahreigenschaften (Anfahr- und Endgeschwindigkeit, Anfahr- und Bremsverzögerung) und der Geschwindigkeitskennlinie, die Anpassung des Decoders an den Lokmotor (Motorfrequenz, Umschaltspannung, Lastregelparameter) sowie die Definition der Eigenschaften der Funktionsausgänge erfolgt über die Programmierung von CV-Variablen (= Konfigurationsvariablen). Die CV-Programmierung ist für Decoder für das DCC-Format in den NMRA-Richt-linien festgelegt. Die CV-Programmierung für diesen Motorola-Decoder ist an dieses Verfahren angelehnt, unterscheidet sich jedoch wegen der Unterschiede der beiden Formate in einigen Punkten. Insbesondere das Pro-grammieren des Decoders auf dem DCC-Programmiergleis ist nicht möglich.

Online-Programmierung
Alternativ zur CV-Programmierung können die Adresse und die Fahreigenschaften auch „online“ programmiert werden. Das bedeutet:
- Sie können nach dem Starten des Programmiermodus direkt die neue Adresse eingeben und direkt abspeichern.
- Während der Programmierung der Fahreigenschaften (Anfahr- und Höchst-geschwindigkeit, Anfahr- und Bremsverzögerung) fährt die Lok auf dem Gleis. Durch Betätigen des Fahrreglers werden die Fahreigenschaften verändert. Sobald diese wie gewünscht eingestellt sind, wird direkt (online) abgespeichert.

Einschränkungen im Motorola-I-Format
Die Sonderfunktionen F1, F2, F3 (Ein- und Ausschalten der Anfahr- und Bremsverzögerung) und F4 (Ein- und Ausschalten des Rangiergangs) sind im Motorola-I-Format nicht verfügbar. Die Programmierung des Decoders ist nur über die CV-Programmierung möglich.


Artikel-Nr.
Preis / Pack

Lokdecoder LD-G-14
22-01-081
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Lokdecoder LD-G-14, ab 5 Stück
22-01-081 ---
Lokdecoder LD-G-14+NEM652
22-01-81+S ---
Lokdecoder LD-G-14+NEM652, ab 5 Stück
22-01-081+S ---
Lokdecoder LD-G-14+K
22-01-081+K ---
Lokdecoder LD-G-14+K, ab 5 Stück
22-01-081+K ---
+K = mit angelöteten Anschlußkabel

Format: Motorola I* und II (Im Motorola-I-Format Einschränkungen in der Funktionalität.)

Adressen: 255

Adresseinstellung über Zentrale

Schaltfunktionen: 4

Anzahl der Fahrstufen: 27b

Geschwindigkeitskennlinie: Programmierbar über Anfahr- / Höchst- geschwindigkeit

Zweite Geschwindigkeits- kennlinie: Nein.

Rangiergang: Ja.

Anfahr- / Bremskennlinie:  Programmierbar über die Zentrale.

Lastregelung: Ja.

Max. Geamtstrom:
3.000 mA.

Abmessungen:
ca. 27 x 18 x 8 mm