Willkommen auf unserer Tipps- und Tricks-Seite.

Hier finden Sie (weiterführende) Inforamtionen zum Einsatz unserer Produkte, die den Umfang unserer Anleitungen "sprengen" würden.

--> Löten Sie ... Tipps zum Elekronik-Löten
--> Dem Fehler auf der Spur... Was tun, wenn der Bausatz nicht funktioniert?
--> Streckennetz digitaler Anlagen unterteilen
--> Den Wagenpark digitalisieren
--> Welche Litzenfarbe?






Löten Sie ...

 

Egal, für welches unserer Produkte Sie die Anleitung in die Hand nehmen, in fast allen kommt irgendwann ein Satz, der mit: “Löten Sie ...” anfängt. Daß Sie beim Löten darauf achten müssen, nicht “nebenbei” Ihre Umgebung in Brand zu stecken oder die Hitzebeständigkeit der menschlichen Haut zu testen, versteht sich von selbst. Darüberhinaus geht es vor allem darum, die elektronischen Bauteile und die Leiterplatten nicht zu beschädigen und am Ende der Mühen eine funktionierende Schaltung zu haben. 

Der richtige
Lötkolben

Verwenden Sie einen kleinen Lötkolben mit höchstens 30 Watt Heizleistung oder eine Lötstation. Sie haben noch von früheren Bastelarbeiten an Tiffany-Lampen oder Ihrer Heizungsanlage einen Lötkolben? ... Denken Sie nicht einmal daran ihn einzusetzen, elektronische Bauteile sind einfach zu klein für so ein Gerät. 

Lötzinn

Verwenden Sie nur Elektronik-Lötzinn SN 60 Pb (d. h. 60 % Zinn,  40 % Blei) mit einer Kolophoniumseele als Flußmittel. Die Investition lohnt sich, sie ersparen der Schaltung Platinenfraß und kalte Lötstellen ... und den Weg in den Mülleimer. 

Lötwasser
oder Lötfett?
Niemals!

Mit etwas Lötwasser oder Lötfett läuft alles viel besser? Kurzfristig vielleicht schon, aber langfristig werden die elektronischen Bauteile und die Leiterbahnen durch die enthaltene Säure zerstört - garantiert.

300 bis 350 °C

Stellen Sie die Temperatur der Lötstation auf ca. 300 bis 350 °C ein. Bei niedrigeren Temperaturen produzieren Sie kalte Lötstellen, bei einer höheren wird den Bauteilen zu heiß.

Lötspitze
sauber halten!

Damit die Wärme vom Lötkolben gut an die zu lötende Stelle geleitet werden kann, müssen Sie vor jedem Löten überflüssiges Lötzinn und Schmutz von der Lötspitze abstreifen.

Nicht braten!

Löten Sie zügig, die Lötstellen müssen nicht lange “gebraten” werden. Durch zu langes Löten können Sie Bauteile zerstören und die Lötaugen und Kupferbahnen von der Leiterplatte ablösen. 

Lötspitze und
Lötzinn
richtig halten!

Halten Sie die Lötspitze so auf die Lötstelle, daß sie zugleich (Bauteil-) Draht und Lötauge berührt. Führen Sie gleichzeitig (nicht zu viel) Lötzinn zu. Sobald das Lötzinn zu fließen beginnt, nehmen Sie es von der Lötstelle fort. Dann warten Sie noch einen Augenblick, bis das haftengebliebene Lötzinn gut verlaufen ist und den gesamten Draht umschließt, bevor Sie den Lötkolben von der Lötstelle abnehmen.

5  Sekunden
nicht bewegen!

Gut Ding braucht Weile, das gilt auch für eine gute Lötstelle. Bewegen Sie daher das gerade gelötete Bauteil etwa 5 Sekunden lang nicht. Zurück bleibt dann eine glänzende, einwandfreie Lötstelle.







Dem Fehler auf der Spur



Sie haben einen Bausatz zusammengelötet, aber er versagt kläglich im Funktionstest?

Versorgungs-
spannung?

Trennen Sie zunächst die Schaltung  von der Versorgungsspannung. “Nebenbei” können Sie dann auch feststellen, ob die Schaltung überhaupt mit der Versorgungsspannung verbunden war. (Steckte der Netzstecker des Trafos in der Steckdose?)

Bauteile richtig
plaziert und gepolt?

Als nächstes sollten Sie nochmals prüfen, ob alle Bauteile am richtigen Platz und richtig herum eingebaut sind. Gerade bei Schaltungen, die mit unterschiedlichen Bauteilen, die sich äußerlich kaum unterscheiden, bestückt werden,  (z. B. mit Zenerdioden und Diode 1N4148 oder mit Transistoren BC 327 und 337) sollten Sie besser zweimal hinsehen.

Tipp: Bei bedrahteten Bauteilen ist das längere "Beinchen" immer "+".

Lötstellen o.k.?

Prüfen Sie, ob Sie wirklich alle Lötstellen ausgeführt haben, selbst Profis haben damit schon mal Probleme. Prüfen Sie auch nochmal die Qualität Ihrer Lötstellen: Sind sie silbrig glänzend und umschließen Sie den Draht vollständig?



Wenn Ihr Bausatz nach all dem Nachschauen den Funktionstest immer noch nicht besteht, kommen Sie ohne Hilfsmittel nicht weiter.

Verbindungen
durchgängig?

Mit einem Multimeter, das auf den Ohm-Bereich eingestellt ist, überprüfen Sie als nächstes jede Leiterbahn auf Durchgang. Zugegeben, das ist je nach Größe der Schaltung mit einigem an Arbeit verbunden. Die Erfahrung zeigt allerdings, daß hier die häufigsten Fehler vorkommen. Mögliche Ursachen für Unterbrechungen sind:
Lötaugen oder Leiterbahnen sind abgerissen. Das kann passieren, wenn beim oder direkt nach dem Löten Druck auf Bauteile ausgeübt wird oder jemand auf die runtergefallene Schaltung tritt ... 
Lötaugen oder Leiterbahnen sind abgelöst. Das ist die Folge von zu langem Löten oder Löten mit zu hohen Temperaturen ...

Kurzschlüsse?

Wenn die Schaltung schon beim Testen “Rauchzeichen” gegeben hat, können Sie von einem Kurzschluß ausgehen. Prüfen Sie mit dem Multimeter, ob verdächtige Stellen leitend miteinander verbunden sind, obwohl das von der Leiterbahnführung her nicht sein sollte.

Bauteile defekt?

Eine weitere Fehlermöglichkeit können defekte Bauteile sein (beim Kurzschluß “abgeraucht” oder beim Löten “gebraten”). Falls nicht schon von außen zu erkennen, sind Transistoren und ICs wahrscheinliche Kandidaten für einen Defekt. 







Streckennetz digitaler Anlagen unterteilen

Booster - wozu?

Eine digitale Zentrale kann ca. 2 bis 3 A für die Versorgung digitaler Verbraucher zur Verfügung stellen. Sobald der Stromverbrauch der digitalen Komponenten höher ist, ist der Einsatz von Boostern (Leistungsverstärkern) unumgänglich. Für die überschlägliche  Ermittlung des Strombedarfs können folgende Stromverbräuche zu Grunde gelegt werden:
- pro Lok Spur N: 600 mA
- pro Lok Spur H0: 800 mA
- pro Lok größerer Spurweiten: 1 A
- Wagenbeleuchtung: 50 bis 200 mA
- sonstige Verbraucher (Rauchgeneratoren, Geräuschmodule,
  Telex-Kupplungen): 100 bis 300 mA
- Reserve für Weichen: 10 % der ermittelten Summe

Unterteilung
der Anlage

Teilen Sie Ihre Anlage von vornherein in einzelne Abschnitte auf, die Sie im Endausbauzustand jeweils mit einem eigenen Booster versorgen. In jedem Abschnitt sollten maximal drei bis fünf Loks gleichzeitig fahren. Folgende Abschnitte sind z. B. sinnvoll:

- Bahnhof
- Betriebswerk
- Hauptstrecke (ggf. in mehreren Abschnitten)
- Nebenstrecke (ggf. in mehreren Abschnitten)

Sobald Sie Weichen digital schalten, sollten Sie keinen der Abschnitte mehr über die Zentrale versorgen, sondern nur noch die Weichen.


Tipps

Setzen Sie möglichst  geregelte Booster ein, da diese die Spannung am Gleis konstant halten und damit verhindern, daß z.B. bei der Inbetriebnahme weiterer Verbraucher die Loks bei konstanter Fahrstufe langsamer und die Beleuchtungen dunkler werden.

Verwenden Sie nach Möglichkeit nur Booster eines Herstellers und Typs. Die Boostertypen unterscheiden sich hinsichtlich der Durchlaufzeit der Signale und der Gleisspannung, die sie zur Verfügung stellen. Wird eine digitale Anlage über unterschiedliche Booster versorgt, können beim Überfahren der “Grenzen” zwischen den einzelnen Boostern verschiedenartige Probleme auftreten:

- Die Datenübertragung zu den Decodern wird gestört.
- Es treten Kriechströme auf, die Züge wie von Geisterhand gesteuert in Bewegung setzen.
- Beim Überfahren der Übergänge zwischen den Streckenabschnitten können Kurzschlüsse auftreten.







Den Wagenpark digitalisieren

LEDs anschließen

LEDs haben im Vergleich zu Glühbirnchen einige Vorteile: Ihr Stromverbrauch ist geringer, sie sind kleiner, sie werden im Betrieb nicht warm, sie sind absolut verschleißfrei und sie sind in verschiedenen Farben erhältlich. Neben bedrahteten LEDs werden auch   (besonders kleine) SMD-Versionen angeboten. 

LEDs sind gepolt, die Kathode (-) muß an den Funktionsausgang des Decoders, die Anode (+) an den Rückleiter für alle Funktionen (nicht an Masse!) angeschlossen werden.

LEDs dürfen niemals ohne Vorwiderstand an einen Funktionsausgang angeschlossen werden, sie werden sonst bei der Inbetriebnahme zerstört. Die Größe des Vorwiderstandes ist von der   Höhe der Versorgungsspannung, der Anzahl der in Reihe geschalteten LEDs und der Farbe der LEDs abhängig.

--> Weitere Hinweise zur Berechnung des Vorwiderstandes auf unserer Infoseite im Abschnitt "Aktive Bauteile".

Duo-LEDs
anschließen

Bei Duo-LEDs sind in einem Gehäuse zwei LEDs mit verschiedener Farbe (z.B. rot und gelb) vereinigt, sie sind daher besonders gut für Loks und Steuerwagen mit richtungsabhängiger Beleuchtung geeignet. Allerdings verfügen Duo-LEDs nur über eine gemeinsame Kathode (-) und müssen daher über eine Inverterstufe an die Funktionsausgänge des Decoders angeschlossen werden.

Eine komplette Inverterstufe finden Sie auf der betreffenden Produktseite.

Komplette Züge
digital steuern

Wenn Sie komplette Züge digital ansteuern wollen, können folgende Probleme auftreten:

- die Anzahl der Funktionsausgänge des Lokdecoders reicht nicht für alle anzusteuernden Verbraucher aus und / oder

- der zulässige Gesamtstrom des Lokdecoders reicht nicht aus, um alle Verbraucher anzusteuern und / oder

- die Stromübertragung von der Lok zu den Waggons ist nicht realisierbar.

In diesen Fällen empfiehlt sich der Einbau von Funktionsdecodern  in den oder die Waggons, die zusätzliche Verbraucher oder Verbraucher mit hohem Stromverbrauch ansteuern. Der oder die Funktionsdecoder können über eine eigene Adresse angesteuert werden. Es ist auch möglich, mehreren Funktions- und einem Lokdecoder, die einen Zugverband ansteuern, die selbe Adresse zu geben.

Strom der Funktionsausgänge
erhöhen

Wenn Sie an einen Decoderausgang einen Verbraucher anschließen wollen, der mehr Strom verbraucht, als für den Ausgang zulässig ist,  oder
wenn Sie Verbraucher an freie Funktionsausgänge anschließen  wollen, obwohl der zulässige Gesamtstrom des Decoders bereits durch andere Verbraucher (vor allem den Motor) erreicht ist, dann können Sie:

1.) ein Relais 1xUm 24 V an den Ausgang anschließen. Der Vorteil dieser Lösung ist die galvanische Trennung zwischen Decoder und Verbraucher, der Nachteil der hohe Platzverbrauch.


Verstärkung durch Relais


2.) einen Transistor (bis 300 mA: BC 327, bis 800 mA: BD 680) und zwei Widerstände 10 kOhm nachschalten. Der Vorteil dieser Lösung ist der geringe Platzverbrauch, der Nachteil die fehlende galvanische Trennung zwischen Decoder und Verbraucher.

Verstärkung durch Transistor



Fahreigenschaften der
Lok verbessern

Im Fahrbetrieb wird die Stromzufuhr, z.B. an Weichen oder an verschmutzen Schienenabschnitten, teilweise unterbrochen. Daher sind auf jedem Lokdecoder Elkos angeordnet, die die Stromversorgung für kurze Zeit sicherstellen. Bei Loks, die eine schlechte Stromabnahme haben, können zusätzliche Elkos zur Pufferung erforderlich sein. Hinweise zur Auswahl des richtigen Elkos und zum Einbau finden Sie in den jeweiligen Anleitungen zu unseren Lokdecodern.








Welche Litzenfarben?



Gerade beim Anschluß von Lokdecodern in unübersichtlichen Loks ist es vorteilhaft, wenn - dank der Verwendung unterschiedlicher Litzenfarben - sofort erkennbar ist, welches Kabel zu welchem Anschluß gehört. Hier zwei Beispiele:

Kabelfarben für
Schnittstellenstecker
nach NEM 652

Motoranschluß 1
orange
Motoranschluß 2
grau
Stromabnahme links
schwarz
Stromabnahme rechts rot
gemeinsamer Leiter
blau
Beleuchtung hinten
gelb
Beleuchtung vorne
weiß
Funktion 1
grün
weitere Funktionen, z.B.
violett, braun

Kabelfarben für
Loks mit
Allstrommotoren

Motoranschluß Rückleiter
schwarz
Motoranschluß Feldspule 1
grün
Motoranschluß Feldspule 2
blau
Stromabnahme Außenleiter
braun
Stromabnahme Mittelleiter rot
Beleuchtung hinten
gelb
Beleuchtung vorne
grau
gemeinsamer Leiter, z.B.
violett
weitere Funktionen, z.B.
orange, braun

Schaltlitzen in vielen Farben finden Sie auf der betreffenden Produktseite.